Startseite

Mehr als nur "Ausgezogen": 100 Jahre Aktfotografie

verlängert auf unbestimmte Zeit


Von Montag, den 7. Mai bis Freitag 11. Mai 2012 kann die Ausstellung nicht besichtigt werden (Umbau). Aufgrund großer Resonanz zieht die Ausstellung in andere Räume und ist ab 12. Mai in einem anderen Ambiente des Hauses zu sehen.


Eine gute Aktfotografie herzustellen ist schwierig und komplex. Genügen die Fähigkeiten des Fotografen den hohen Anforderungen nicht, kann ein Akt sehr leicht misslingen und es bleibt lediglich eine „Nacktaufnahme“ übrig. Aktdarstellungen gelten als die hohe Schule der Fotografie. Ausschließlich technische Fertigkeiten reichen nicht. Vielmehr sind es der Blick für Licht, Motiv und Hintergrund sowie die Kommunikation des Fotografen mit dem Model, die den Akt zu einem Kunstwerk werden lassen.

Matthias Hellebrandt


Aktfotos gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Die ersten handkolorierten Bilder nutzten damals die Maler für Studien des menschlichen Körpers. Nach und nach entwickelten sich aus dem Vorwand der Notwendigkeit für Studienzwecke die ersten erotischen Bilder. Heute sind Aktfotografien Gesamtkunstwerke.

Am 25. Februar 2012 eröffnete im Haus Schulenburg die Ausstellung „100 Jahre Aktfotografie“. Zu sehen sind Arbeiten von Prof. Hermann Ludwig von Jan, Li Erben, Lothar Pötzl, Matthias Hellebrandt und Jürgen Blume: Fünf Künstler mit insgesamt über 100 Jahren Erfahrungen in der Aktfotografie. Vier der fünf Künstler werden zur Eröffnung am 25. Februar anwesend sein. Prof. von Jan verstarb bereits 1908, als er beim Fotografieren von einer Klippe stürzte. Seine Bilder sind eine Leihgabe der Nachkommen. Die Ausstellung wird bis Anfang Mai im Haus Schulenburg zu sehen sein. Parallel zur Ausstellung sind Workshops zum Thema Aktfotografie und Bodypainting geplant. 

otz 9. März 2012 http://gera.otz.de/web/lokal/detail/-/specific/100-Jahre-Aktfotografie-34954786