… und schon wieder vergriffen.

Nach nur zwei Monaten ist der Katalog vom Hatje Cantz Verlag zum Kunstprojekt bau1haus des Berliner Fotografen Jean Molitor komplett ausverkauft. Einige Exemplare sind noch zu haben beim Autor unter jean.molitor@jeanmolitor.de und bei uns unter kontakt@haus-schulenburg-gera.de.

Der Berliner Fotograf Jean Molitor entdeckte für sich das Thema „Moderne in der Architektur“ 2009 im Osten Afrikas. Mit Unterstützung der Botschaften Frankreichs und Deutschlands fotografierte er in Bujumbura, der Hauptstadt von Burundi, moderne Architektur aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Tropisches Klima, Vernachlässigung und Mangel an Geld für Instandsetzung hatten diesen Häusern erheblich zugesetzt. Abriss drohte durch internationale Investoren. „Ich verstehe meine Arbeit als Wettlauf gegen die Zeit“, sagt Jean Molitor. Inzwischen ist Jean Molitor um die Welt gereist, der Moderne hinterher und hat sie gefunden. Nach der erfolgreichen Ausstellung im Haus Schulenburg im Jahr 2016 sind viele Fotos hinzugekommen.  Jetzt ist unter dem Titel „bau1haus – die moderne in der welt!“ ein Buch erschienen.  

17.08.2018 bis 15.02.2019

In der DDR knüpfte vor allem die Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle an das Bauhaus an. Ihren Ursprung hatte diese Traditionslinie im Wirken zahlreicher Bauhäusler, die nach der Schließung der Weimarer Einrichtung nach Halle wechselten. Eine Generation später entwickelte Lothar Zitzmann, der ab dem 1960er Jahren dort eine Professur für das künstlerische Grundlagenstudium inne hatte, sogar eine eigene Gestaltungslehre, die das Programm aus der Bauhauszeit weiterentwickelt.

Herrmann Glöckner, Max Lachnit                                 Ingo Kirchner

Doch auch an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und an anderen Orten wirkten in den Nachkriegsjahren Bauhausschüler, die Einfluss auf die Ausbildung nahmen. Dort ausgebildete bildende Künstler, Bildhauer, vor allem aber Formgestalter fühlten sich in ihrer Arbeit als unmittelbare Nachfolger des Bauhauses.

Die Ausstellung in den Räumen und im Park des Hauses Schulenburg in Gera spannt den Bogen von den 1950er Jahren bis in die heutige Zeit. Vorgestellt werden Arbeiten der Maler und Grafiker Ingo Kirchner, Günter Hornig, Peter Sylvester, Veit Hoffmann, Jürgen Schieferdecker, Hermann Glöckner, Dieter Tucholke und Friedrich Kracht, des Metall- und Emaillegestalters Hartmut Senf, des Baugestalters Bruno Groth, der Textilgestalterin Margitta Leihbecher sowie Plastiken von Max Lachnit, Volkmar Kühn, Frithjof Kühne, Ralf Eck, Thomas Lindner, Heidrun Feistner,  Robert Krainhöfner und Arbeiten weiterer Künstler.

Frithjof Kühne                                      Volker Kielstein